Erfahrungen aus erster Hand: Präsentationen aus dem Berufspraktikum der achten Klassen

 

 

153 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 der Gemeinschaftschule Dudweiler haben dieses Jahr einen Platz für ihr Betriebspraktikum gefunden – für sie begann der „Ernst des Lebens auf Probe“: Sie konnten drei Wochen lang in ganz unterschiedlichen Unternehmen erste Berufserfahrungen sammeln. „Die Schule ist den aufnehmenden Betrieben aus der Umgegend hier sehr zu Dank verpflichtet“, sagt Elisabeth Hauptenthal, eine der betreuenden Lehrerinnen und Mitglied der Schulleitung, „ihr großes Engagement für die Schülerpraktikanten ermöglicht unseren Jugendlichen einen ersten Schritt in die Praxis.“

Janine und Lisa mit ihrem Praktikum im Wildpark

Anschließend an das Praktikum gaben die Achtklässler diese Erfahrungen aus erster Hand an die nachfolgenden Siebenerklassen weiter, die sich im kommenden Schuljahr bewerben werden.

In ihren Präsentationen stellten die Schülerinnen und Schüler ‚ihren‘ Beruf als solches, aber auch den speziellen Betrieb vor und erzählten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen.

 

Selina berichtet, dass sie in ihrem Praktikum im Kindergarten der Universität sehr gut betreut wurde und daher viele wichtige Erfahrungen sammeln konnte.

Einige hoben in ihren Vorträgen hervor, wie gut es tut, wie Erwachsene behandelt zu werden, andere bemerkten, ihnen sei nun klar geworden, wie sich ihre Eltern nach einem langen Arbeitstag fühlten.

Alexis arbeitete in der Stahlindustrie

Viele der Praktikanten stellten fest, dass in den Betrieben Pünktlichkeit und Geduld gefragte Eigenschaften sind und dass es in technischen Berufen ganz besonders auf Genauigkeit ankommt. Neu für viele Schülerinnen und Schüler war auch die Erfahrung der körperlichen Anforderungen: KFZ-Mechatroniker zum Beispiel müssen sich den ganzen Tag bewegen und dabei mit großer Präzision arbeiten.

Auch das Stehen über einen langen Arbeitstag hinweg – zum Beispiel im Verkauf oder im Gastgewerbe – kann schon sehr anstrengend sein. Fabian, der im Gartenbau (Fa. Birkenmeyer) arbeitete, merkte schnell, dass „man bei jedem Wetter draußen arbeiten muss“. In anderen Berufen ist viel soziale Kompetenz gefragt: „Beim Umgang mit schwierigen und anspruchsvollen Kunden braucht man viel Geduld“, berichtet Maximilian

Kilian: Zweirad-Mechatroniker

 

In den meisten Berufen kann man sich nicht einfach kleiden, wie man möchte – auch das eine wichtige Erfahrung: Im Handel zum Beispiel muss man sich eher schick kleiden, in der Industrie dagegen sind sicherheitsrelevante Aspekte wie feste Arbeitsschuhe wichtig.

Laura und Lea erklären, dass das Praktikum eine ganz wichtige Möglichkeit ist, den Traumberuf auf die Probe zu stellen – ist diese Laufbahn wirklich etwas für mich? Maurice zum Beispiel merkte, dass, obwohl er sich für Skateboards und Mode interessiert, Einzelhandelskaufmann in diesem Bereich nicht sein Traumberuf ist, unter anderem weil auch Putzen und Staubwischen, besonders in kleineren Geschäften, zu den Pflichten gehört.

 

Die meisten waren sich am Ende einig: Das Praktikum ist eine gute Abwechslung zum Schulalltag. Aber es ist auch schön, wieder in der Schule zu sein.