„Schade, dass es vorbei ist!“ Lorenz spricht aus, was alle in der Klasse fühlen: Die zwei Jahre in der Bläserklasse und das fulminante Abschlusskonzert sind vorüber und man möchte eigentlich noch lange weiter zusammen Musik machen und vom Publikum bejubelt werden.
Über vierhundert Zuhörer waren ins Bürgerhaus gekommen, um mit den Sechsern die erfolgreichen zwei Jahre zu feiern und zu hören, was die 33 Kinder gelernt haben. Und das war beeindruckend: Sie eröffneten das Konzert mit den Stücken Funkytown, Skyfall und Rolling in the Deep mit viel Power, Rhythmus und großer Präzision. Ihre Dirigentin Janine  Wilhelm ist sehr stolz auf ihre Schüler: „Nach all der Vorbereitung und dem vielen konzentrierten Üben habe ich schon gehofft, dass das Konzert gut wird – aber ich fand es noch schöner als erwartet, besonders als im zweiten Teil das Publikum so mitgegangen ist!“ Zu dem gelungenen Konzert habe neben den Leistungen der Kinder auch das Engagement der Eltern sehr viel beigetragen: die Diashow, die Tombola, die emotionale und die ganz praktische Unterstützung der Kinder, die fröhliche Moderation durch Julia Assmann und nicht zuletzt die zahlreichen Sponsoren.

Die Oberbürgermeiserin Charlotte Britz, die die Schirmherrschaft für das Abschlusskonzert  übernommen hat, beglückwünschte die Schule zur erfolgreichen Umsetzung der Idee der Bläserklasse, für welche die Musiklehrer Judith Gelz und Jan van den Berg vor nunmehr 9 Jahren Schulleitung und Kollegium hatten begeistern können: In einer der sechs Fünferklassen sollten alle Schüler ein für sie neues Blasinstrument lernen, vertieften Musikunterricht erhalten und als Klassengemeinschaft ein vollständiges Blasorchester bilden– einerseits, weil gemeinsames Musizieren einfach Spaß macht, andererseits aber auch, weil es erwiesenermaßen Konzentration, Aufnahmefähigkeit und soziale Kompetenzen der Kinder fördert.

Schulleiter Wolfgang Dietrich freut sich, dass sich „das ursprünglich ‚kleine Projekt‘ zu einem regelrechten Bläserzug der Schule mit sechs Jahrgangsorchestern entwickelt hat“; er dankte den Musiklehrern und dem Förderverein der Schule, der unter anderem die Instrumentenbeschaffung übernommen hat, und den Eltern für ihren großen Einsatz.

Die Sechser hatten sich zur Verstärkung die anderen Blasorchester der Schule eingeladen: die Fünftklässler, die nach einem Jahr des gemeinsamen Übens mit drei Stücken glänzen konnte, und dazu die ‚Großen‘ aus den Klassenstufen 7, 8, 9 und 10 sowie das Ensemble Blechissimo. Die Stimmung im Saal wurde immer ausgelassener und am Ende standen über hundert Schülerinnen und Schüler auf der Bühne und bliesen das begeisterte Publikum mit Pharrell Williams‘ „Happy“ fast um – ein sehr gelungener Abschied eines Bläserklassenjahrgangs.

Für die meisten der Sechstklässer ist das Konzert kein Abschied vom gemeinsamen Musizieren, denn sie haben für die Klassen 7 bis 10 das Wahlfach „Musik und Orchester“ gewählt, sodass sie weiter zusammen üben und auftreten können. Das ist auch der Grund, weshalb die Eltern und Schüler sich über die Sponsorengelder und die Spenden beim Abschlusskonzert so sehr freuen. Intensiver Unterricht in kleinen Instrumentengruppen kann nach Abschluss der zwei Jahre im Projekt Bläserklasse nicht mehr umfassend von Schule und Förderverein getragen werden. Die eingeworbenen Gelder und Spenden werden dafür verwendet und fördern die musikalische Weiterentwicklung der Schüler in den kommenden Jahren.
Wenn man dann sieht, mit welcher Freude die Kinder bei der Sache sind – zum Beispiel die Posaunistin Darleen, der auf der Bühne beim Spielen die Tränen der Begeisterung übers Gesicht liefen –, dann wissen alle, dass sich der Einsatz lohnt.