Foto: Henryk Breitenbach
Deutsch-polnischer Jugendaustausch: Auf dem Krakauer Marktplatz vor der Marienkirche (und dem Hard Rock Café) die Jugendlichen der Johannes-Paul-II-Gesamtschule in Jaroslaw und die Dudweiler Gesamtschülerinnen und -schüler. Der pensionierte Geschichtslehrer Manfred Vogt (linke Seite), die Deutschlehrerin Elisabeth Haupenthal (letzte Reihe, 2.v.re) sowie der Initiator Henryk Breitenbach begleiteten die Schülergruppe nach Polen. 

"Smiech to zdrowie - Lachen ist gesund, das wurde schon am ersten gemeinsamen Abend unser Motto", erzählt Svenja Welsch, immer noch lächelnd, nach dem Treffen mit den polnischen Partnerschülern in Jaroslaw, einem Ort etwas größer als Dudweiler im Südosten Polens, nahe der ukrainischen Grenze. Elf Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 8 bis 11 sowie drei Begleitpersonen waren am 10. September per Flugzeug und Bus ins Karpatenvorland gereist. Sie wollten das Land und die Partnerschule kennenlernen und vor allem auch Freundschaften auffrischen, die sie bereits im Vorjahr geschlossen hatten. Damals gab es ein erstes Treffen mit den polnischen Jugendlichen und deren Deutschlehrerin Barbara Zieba im Spohnshaus in Gersheim. Den Austausch zwischen der Gesamtschule Sulzbachtal und der Gesamtschule in Jaroslaw hatte der Physiklehrer Henryk Breitenbach initiiert. "Ich habe selbst polnische Wurzeln", erklärt er, "und bin der festen Überzeugung, dass Kontakte über die Grenzen hinweg für die Jugendlichen wichtig und hilfreich sind - und ganz nebenbei wirken wir so Vorurteilen entgegen."

"Als wir nachts um ein Uhr im strömenden Regen in Jaroslaw aus dem Bus stiegen, war ich schon wirklich fertig", erzählt Antonia Knaak (9b), "aber als uns dann unsere Gastgeber so herzlich begrüßt und umarmt haben, da habe ich schon geahnt, dass sich die Reise lohnen würde."

Die ersten Tage des Aufenthaltes verbrachten die deutschen Jugendlichen in ihren Gastfamilien und erkundeten Jaroslaw und die nähere Umgebung. Es standen ein Besuch des Orsetti-Hauses und die Glashütte in Jaroslaw, ein Besuch in Przemysl und Rzeszow sowie die Besichtung des Schlosses Lancut auf dem Programm. Aber es gab auch gemeinsames Lernen und Spielen sowie eine Disco in der Schule, was den Kontakt trotz aller Sprachbarrieren intensivierte.

Am Mittwoch machten sich deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrer auf den Weg Richtung Krakau. Als erster Programmpunkt vor den Toren der Stadt war die Besichtigung des Salzbergwerkes in Wieliczce ein wirkliches Highlight. Beeindruckt von der Ideenvielfalt und Größe dieser unterirdischen Landschaft mit ihrer Kathedrale bezogen alle ein Studentenhotel in Krakau.

Die Erkundung Krakaus mit dem Königsschloss Wawel und den Tuchhallen auf dem Marktplatz sowie ein Einkaufsbummel standen für den zweitletzten Tag auf der Tagesordnung, der mit einem Besuch im Aquapark abgeschlossen wurde.

Dann jedoch hieß es für alle Abschied nehmen. Nach dem Frühstück und einem gemeinsamen Tanz vor dem Hotel ging es mit dem Bus wieder nach Katowitz zum Flughafen. Schnell wurden nochmals E-Mail-Adressen und Telefonnummern ausgetauscht und die letzten gemeinsamen Bilder geschossen.

Deutschlehrerin Elisabeth Haupenthal erinnert sich: "Beim Abschied auf dem Flughafen in Katowitz flossen dann jede Menge Tränen - und allen war klar: Dieses Treffen müssen wir bald wiederholen!"