Sahila Anton, Alihan Akin und Tania Costanzino aus der Klassenstufe 6 können sich freuen: Sie erhalten je ein Stipendium der St. Ingberter Baustoffwerke Sehn in Höhe von 100,00 Euro monatlich. Der Betrag kann nach den individuellen Bedürfnissen der Schüler für Förderunterricht in Deutsch und anderen Fächern oder auch für Materialien und Klassenfahrten verwendet werden, erklärt Stefan Burk, Vorstand der Baustoffwerk Sehn-Stiftung.

Elfriede Nikodemus vom Regionalverband und Dieter Berg vom Ministerium für Bildung beglückwünschten die Kinder, als Daniela von Dreden von der Baustoffwerk Sehn-Stiftung die Stipendien an die Kinder übergab. Schulleiterin Ursula Gressung-Schlobach lobte die Motivation und Eigeninitiative der ausgewählten Schülerinnen und Schüler. Sahila konnte der Runde bereits von ihren Erfahrungen mit dem Sehn-Stipendium berichten, denn für sie finanzierte die Schule schon im vergangenen halben Jahr auf diese Weise drei Mal pro Woche Nachhilfe bei der "Doposcuola" in Dudweiler. Monika Alt, die Sahila in Deutsch fördert, konnte feststellten, dass sich das äußerst fleißige Mädchen im schriftlichen Ausdruck schon sehr verbessert hat. Alihan wird, so sagt er, für die Nachhilfe in Zukunft sogar zur Not manchmal das Fußballtraining ausfallen lassen - allerdings nicht zu oft, denn vielleicht wird's ja doch noch was mit der Profikarriere. Tania Costanzino mit dem sizilianischen Selbstbewusstsein weiß genau, wofür sie sich anstrengt: "Ich will meinen Mittleren Bildungsabschluss machen und dann Ergotherapeutin werden", erklärt sie. Dann fragt sie, was die Firma Sehn eigentlich herstelle. Daniela von Dreden skizziert kurz die Unternehmensgruppe: rund hundert Mitarbeiter, Sitz in St. Ingbert, Produkte im Bereich Straßenbau, Kanalbau und Fertiggaragen. Für die geförderten Kinder stehe auch immer ein Praktikumsplatz bereit. Seit 2008 vergebe das Unternehmen die Schülerstipendien. Die Schulen stellten immer mehr Anträge - einerseits weil die Stiftung bekannter wird, andererseits aber auch, weil der Bedarf bei den Kindern offenbar steigt. Zurzeit profitierten rund vierzig Kinder von den Stipendien. "Wir wünschen uns, dass bald auch andere Unternehmen in die Förderung miteinsteigen, damit wir noch mehr Schüler unterstützen können", hofft Frau von Dreden.

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