„Wie habt ihr euch denn  einen Professor vorgestellt? Mit wirrem grauem Haar und unzusammenhängender Rede?“ So begann Guido Kickelbick, Professor an der Universität des Saarlandes, seinen Vortrag vor Oberstufenschülern der Gesamtschule Sulzbachtal. Dieser Erwartung kommt er jedenfalls nicht nach – sein Haar ist schwarz und seiner Rede können nicht nur Chemieprofis  folgen.  Den Schülerinnen und Schülern will er die Angst vor seinem Gebiet, der Materialchemie, und der Chemie im Allgemeinen nehmen. 
Der Beamer strahlt eine komplexe Formel an die Wand und ein Raunen geht durch die Reihen. Doch Kickelbick nimmt der Formel ihren Schrecken und erklärt daran die Eigenheiten der Chemie. 
In seinem  Vortrag  gibt er zunächst einen Überblick über das, was sein Institut auf dem Campus Dudweiler tut, dann einen Einblick in die Materialchemie und informiert schließlich über das Studium der Chemie, wobei er durchaus auch für sein Fach die Werbetrommel rührt: Die  Zukunftschanchen beschreibt er mit dem Satz: „Chemiker fahren kein Taxi – sie finden immer einen Job in ihrem Berufsfeld.“ 
In Kickelbicks Ausführungen bleibt immer der Bezug zum Alltag erhalten.  So  erläutert  er auf verständliche Weise auch die Kernspintomographie und thematisiert moderne Entwicklungen wie selbstreinigende Oberflächen oder hochaktuelle Forschungsgebiete wie selbstheilende Materialien für den Dentalbereich.    
Dr. Wolfgang Krause, Chemielehrer an der Gesamtschule Sulzbachtal, der den Professor eingeladen hat und der selbst lange an der Saarbrücker Universität und am Institut für Neue Materialien gearbeitet hat, zieht Bilanz: „Die Schülerinnen und Schüler haben interessante Einblicke in die Arbeitsweisen forschender Chemiker erhalten. Ebenso wichtig war es für sie, mal einen Professor im persönlichen Gespräch über das Studium an der Universität befragen zu können.“      
Und Philipp Lang, Klasse 12, meint: „Mir hat der Vortrag eine neue Tür für meine beruflichen Überlegungen geöffnet!“