Die Gemeinschaftsschule kommt – voraussichtlich schon übernächstes Schuljahr. Was heißt das für die einzelnen Schulen? Was wird an Neuem auf Lehrkräfte, auf Schülerinnen und Schüler zukommen? Was ist überhaupt schon klar, welche Fragen beantwortet das Eckpunktepapier der Landesregierung noch nicht? Andreas Sanchez, Hauptpersonalrat für Gesamtschulen und stellvertretender Landesvorsitzender der GEW Saarland, fasste die aktuellen Fakten für seine 86 Kolleginnen und Kollegen der Gesamtschule Sulzbachtal zusammen und stand für Fragen zur Verfügung. „Für die Gesamtschulen wird sich im Übergang zur Gemeinschaftsschule weder organisatorisch noch ideologisch Grundlegendes ändern“, erklärte Sanchez. „Die neuen Fünfer, die 2012 hier als erste Gemeinschaftsschüler anfangen, werden wahrscheinlich kaum Unterschiede zu den höheren Klassen, die ja noch Gesamtschule bleiben, wahrnehmen.“ Auch die bisherigen Schulabschlüsse an der Gesamtschule Sulzbachtal – Abitur, Mittlerer Bildungsabschluss und Hauptschulabschluss – bleiben erhalten, ebenso wichtige Gesamtschulprinzipien wie gemeinsames Lernen im Klassenverband bei innerer Leistungsdifferenzierung,  die Differenzierung in G-, E- und A-Kurse in den Kernfächern Mathematik, 1. Fremdsprache, Deutsch und Naturwissenschaften sowie Individualisierung durch Wahl- und Wahlpflichtbereiche und Berufsorientierung. 
„Die  Gemeinschaftsschule wird uns noch weitere Möglichkeiten geben, unser Schulprofil in Richtung ‚eine Schule für alle‘ zu schärfen“, ergänzt Schulleiterin Ursula Gressung-Schlobach. Für uns als Gesamtschule mit eigener Oberstufe ist eine wichtige Säule hierbei der Ausbau der Begabtenförderung, so Gressung-Schlobach weiter.
Es blieben aber auch noch einige Kernfragen offen – so zum Beispiel nach der Personalisierung der Gemeinschaftsschulen.