Ursula Gressung-Schlobach geht: Die Kollegen Michael Renner (links) und Andreas Haffke (Mitte), beide seit über 23 Jahren an der Gesamtschule Sulzbachtal, überreichen den ‘Reisekoffer’, den das Kollegium für die scheidende ‚Chefin‘ gepackt hat.

Sie übergeben Ihrer Nachfolgerin oder Ihrem Nachfolger eine innovative, starke Schule“, sagte Werner König, Referatsleiter im Saarländischen Bildungsministerium, auf der Abschiedsfeier für die scheidende Schulleiterin der Gesamtschule Sulzbachtal, Ursula Gressung-Schlobach. Sie habe immer Weitblick bewiesen, fuhr er fort, immer früher als andere erkannt, was ansteht, und sie sei nicht immer eine bequeme Kooperationspartnerin gewesen, sondern durchaus kämpferisch und streitbar, wenn Entscheidungen anstanden. König bedankte sich im Namen der Regierung für ihre hervorragende Arbeit und das außergewöhnliche Engagement.

Ursula Gressung-Schlobach, die die Schule 1986 gründete und seitdem „auf Kurs“

 hielt, wie sie sagt, hat durchgängig ein Ziel verfolgt: „Wir wollten eine Schule für

 alle, in der jeder einzelne zählt, die bunt, lebendig und mensch­lich ist. Dieses Ziel war immer Grundkonsens in unserem Schulleitungsteam – verwirklichen ließ es sich 

nur mit einem starken Kollegium.“ Ihre Schule, die nun auf dem Weg zur inklusiven Gemeinschaftsschule ist, weiß Gressung-Schlobach „in guten Händen“. Sie sei 

sicher, dass das Kollegium „so weitermacht wie bisher… Und ich, ich bin dann 

mal weg!“

Wolfgang Dietrich, bisher Stellvertretender Schulleiter, wird die Leitung der Schule zunächst kommissarisch übernehmen. Er begrüßte die Gäste der 

Abschiedsfeier, die auf Wunsch der ‚Chefin‘ im recht kleinen Kreis mit Vertretern des Ministeriums, des Regionalverbands, der Schülerinnen und Eltern und einiger langjähriger Weggefährten in der Aula der Schule stattfand. Für den festlichen

 Rahmen sorgten die Bläserklassen und Musikbeiträge aus der Lehrerschaft, unter anderem ein spontan gebildeter Abschiedschor.

Didaktikleiter Ulrich Kurz, der 26 Jahre mit Ursula Gressung-Schlobach zusammengearbeitet hat, bescheinigte ihr, immer „ganz nah an den Schülern 

und auch an den Kollegen dran“ gewesen zu sein. „Du hast jeden einzelnen ernst genommen und gefordert, ohne zu überfordern.“

Dudweiler ist stolz auf diese Schule“, meinte der Bezirksbürgermeister von

 Dudweiler, Walter Rodermann, „es ist die richtige Schule am richtigen Ort.“

Seinen Dank für „25 starke Jahre“ überbrachte auch der Regionalverbandsdirektor 

Peter Gillo.

Günther Maier-Andersen, der Schulelternsprecher, bedankte sich im Namen der 

Eltern für die stete Bereitschaft zum Gespräch und auch zum Kompromiss: „Sie 

haben immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Elternschaft gehabt.“

Auch Melanie Holstein, die Schülersprecherin, hob auf dieses Zuhören, die

 Zugewandtheit der Schulleiterin Gressung-Schlobach ab und bedankte sich

 für „die vielen Dinge, die durch Sie wahr wurden.“ Ihre Stellvertreterin 

Vivien Wolf dankte der Frau, „die vor (fast) nichts zurückschreckte, um 

unsere Schule zu schützen und zu stützen.“ Die beiden übergaben einen Korb,

 in dem aus jeder Klasse ein selbstgestaltetes Erinnerungsstück lag.

Im Namen des Kollegiums überreichten Andreas Haffke und Michael Renner, 

die beide auch schon über 23 Jahre an der Gesamtschule Sulzbachtal unterrichten, einen mit kleinen Geschenken aus den Teams gefüllt alten Koffer und spielten 

damit auf die Reisepläne der nun ‚freien‘ Französisch­lehrerin an. Zum Abschied 

dichteten sie auf Englisch: You’ll sit in the South of France, with wine and 

cheese and we’ll be happy with every card you send.


 



 


 


­Helmut Holz – Monsieur La Chanson – geht in Ruhestand, drei neue Lehrerinnen kommen


Nicht nur die Schulleiterin, sondern auch Helmut Holz, Französisch- und Deutschlehrer, geht zum Halbjahresende 2012 in Ruhe­stand. Wolfgang Dietrich dankte ihm für sein Engagement in der Schule über den Unterricht in seinen Stamm-Fächen hinaus: „Du hast über viele Jahre das Schulleben dokumentiert, südfranzösische Lebensart hier etabliert und dich in der Betreuung, in Werkstätten und im Fach Ethik für die Schüler stark gemacht.“ Sein Fachkollege Eric Wagner richtete seinen Dank im Namen der Fachschaft Französisch aus: „Man konnte dich immer um Rat fragen, du hast schnell geholfen; und warst trotz deines riesigen Fachwissens immer bescheiden – das hat mich sehr beeindruckt.“ Eric Wagner verleiht ihm auch den Titel „Monsieur la Chanson“ und spielt damit auf Helmut Holz‘ musikalische „Nebenbeschäftigung“ an, unter anderem in der Gruppe Calabrun, die sich der okzitanischen Musik verschrieben hatte. http://www.youtube.com/watch?v=PZC47nY8p-0&feature=related

Der scheidende Französischlehrer erinnert sich noch an das „flaue Gefühl“, das er hatte, als er 2001 seinen Dienst in der Schule antrat: „Ich war ja schon in einigen Schulen gewesen – aber als ich hier ankam, merkte ich, dass es anders war: Die Schüler waren schon auf dem Gang freundlich, auch das Kollegium nahm ich sofort gut auf – und das flaue Gefühl verschwand komplett.“ Für diese Freundlichkeit dankte er seinen Kolleginnen und Kollegen ebenso wie den Schülerinnen und Schülern.

Mehrere Flaschen guten Weines wurden überreicht – vom ÖPR, von der Schulleitung, von der Fachschaft , sodass für einen stilvoll-französischen Übergang in den Ruhestand gesorgt sein dürfte.


Wolfgang Dietrich begrüßte auch drei neue Kolleginnen, die zum Halbjahr an die Schule kommen: Annika Rosenkranz (Deutsch und Musik), Isabelle Bährmann (Mathematik und Musik) sowie Gisela Dörr.